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01Aufmagnetisierungsfeldstärken

 

Zum vollständigen Aufmagnetisieren (Sättigungsmagnetisierung) benötigt man, abhängig vom Magnetwerkstoff, unterschiedlich hohe Feldstärken. Die für die einzelnen Werkstoffgruppen notwendigen Feldstärken können Sie den folgenden Diagrammen entnehmen. Deren Kurven sind für die jeweilige Materialgruppe repräsentativ, basieren auf experimentellen Werten und beschreiben die Feldstärke für die erste Aufmagnetisierung (Neukurve). Zum Ummagnetisieren oder erneuten Aufmagnetisieren von in Wechselfeldern entmagnetisierten Teilen sind beträchtlich höhere Feldstärken notwendig

 

Hartferritmagnete

 

Als Faustregel für die notwendige Aufmagnetisierungsfeldstärke bei Hartferritmagneten kann man die dreifache Koerzitivfeldstärke HCJ zugrunde legen.  

 

Kunststoffgebundene Magnete

 

Kunststoffgebundene Hartferritmagnete und kunststoffgebundene SmCo-Magnete haben dieselbe Aufmagnetisierungsfeldstärke wie die entsprechend gesinterten Werkstoffe. Bei kunststoffgebundenen NdFeB-Magneten liegen die Aufmagnetisierungsfeldstärken geringfügig höher als bei gesinterten NdFeB-Magneten.

 

SmCo-Magnete

 

SmCo-Magnete benötigen die höchsten Aufmagnetisierungsfeldstärken. Mehrpoliges Magnetisieren ist bei diesen Magneten äußerst schwierig.

 

NdFeB-Magnete

 

Die Aufmagnetisierungsfeldstärke von NdFeB-Magneten ist abhängig von der Koerzitivfeldstärke. Hochkoerzitive NdFeB-Magnete lassen sich leichter als niedrigkoerzitive (hochremanente) NdFeB-Magnete magnetisieren.