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Seltenerdmagnete

Seltenerdmagnete bestehen hauptsächlich aus intermetallischen Verbindungen von Seltenerdmetallen (Samarium, Neodym) und Übergangsmetallen (z. B. Cobalt, Eisen). Im Unterschied zu Hartferritmagneten erfolgt das Mahlen, Pressen und Sintern unter Schutzgas-Atmosphäre. Die Magnete werden entweder im Ölbad (isostatisch) oder im Werkzeug (axial oder diametral) gepresst. Danach lassen sie sich z. B. durch Schleifen an Diamantscheiben weiterbearbeiten. 

NdFeB-Magnete
Die Mikrostruktur von gesinterten NdFeB-Werkstoffen ist gekennzeichnet durch Nd2Fe14B-Körner als magnetische Hauptphase und intermetallische Korngrenzphase. Bei herkömmlichen NdFeB-Werkstoffen besteht die Korngrenzphase aus korrosionsanfälligem, freien Neodym. Bei unseren NdFeB-Werkstoffen wird dieses freie Neodym soweit wie möglich durch eine stabile intermetallische Phase ersetzt (=korrosionsstabilisiert). Dadurch sinkt die Korrosionsanfälligkeit der Werkstoffe deutlich. NdFeB ist prinzipiell gegenüber den meisten Lösungsmitteln relativ stabil, auf Salze und Säuren reagiert es stark korrodierend. Wasserstoff versprödet den Werkstoff. Die korrosionsstabilisierten NdFeB-Magnete sind für viele Anwendungen ungeschützt einsetzbar.

Rohstoffvorkommen

Die wesentlichen Bestandteile bei SmCo sind Samarium und Cobalt, bei NdFeB Neodym und Eisen. Die Seltenerdmetalle Samarium und Neodym sind in Form von Erzen reichlich vorhanden und sind im Periodensystem den seltenen Erden zugeordnet. Cobalt ist als natürlicher Rohstoff ebenfalls in ausreichenden Mengen vorhanden.

Rohstoffgewinnung

Neodym, Samarium und Cobalt werden in verschiedenen Gebieten der Erde abgebaut.

Prägnante Eigenschaften

Seltenerdmagnete weisen eine sehr hohe Energiedichte auf und finden immer dann ihren Einsatz, wenn höchste Kräfte bzw. höchste magnetische Flussdichten auf kleinstem Raum gefordert sind. Durch die hohen Energiedichten ist eine Miniaturisierung z. B. im Bereich Sensortechnik oder eine Reduzierung der Baugruppengröße z. B. im Motorenbau möglich.

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