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Magnetrotoren

MS-Schramberg beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit der Herstellung von Magnetrotoren. In der Vergangenheit wurden die Rotoren durch aufeinanderfolgende Fertigungsprozesse sehr aufwendig hergestellt. Magnetringe wurden gefertigt und in einem zweiten Schritt mit der Welle verklebt. Zusätzlich wurde oftmals ein Berstschutz, in Form einer Edelstahlhülse, auf die Magnete geschrumpft und verklebt.

Dank der neuen Fertigungstechnik ist es nun möglich, die komplette Baugruppe „Magnet mit Hülse“ oder sogar „Magnet mit Hülse und Welle“ in einem Arbeitsgang herzustellen.

  • Einsatzmöglichkeiten:

    Für Rotoren mit hoher Drehzahl wie zum Beispiel in Staubsaugermotoren, die der neuen Energieeffizienzklasse A*** entsprechen müssen.

  • Magnetische Eigenschaften:
    • Materialbezeichnung NdFeB 72/70 pw
    • Isotrop
    • Remanenz typ. 700 mT
    • Magnetisierung mehrpolig am Umfang möglich
    • Bindemittel ca. 2 % Epoxy

Wichtige Eigenschaften

Weitere wichtige Eigenschaften die Magnetrotoren mit sich bringen finden Sie in der folgenden Übersicht.

Komponenten:

  • Hülse aus Edelstahl 0,2 mm Wandstärke
  • Ringmagnet aus NdFeB Magnetmaterial
  • Welle oder Eisenkern

Herstellverfahren:

  • Pressen des Ringmagneten und Fügen in Hülse in einem Arbeitsschritt
  • Fügen der Welle mit Eisenkern in den noch nicht ausgehärteten Magnetring
  • Aushärten des Epoxyd
  • Magnetisierung der kompletten Baugruppe

Vorteile des neuen Verfahrens:

  • keine Klebeverbindungen
  • keine Klebespalte und somit geringere Unwucht
  • kein Zusatzaufwand für die Verklebung
  • kostengünstige Herstellung, da in einem Arbeitsgang die komplette Baugruppe „Magnet gefügt in Hülse mit Welle“ hergestellt werden kann
  • geringer Magnetmaterialeinsatz da Wandstärken bis 1,5 mm realisierbar sind
  • hoher Automatisierungsgrad möglich
  • Motordrehzahlen über 50.000 U/min sind realisierbar
  • die Magnete lassen sich gut in der Edelstahlhülse kapseln
  • das Fügen der Magnete in Töpfe ist ebenfalls möglich

Vorteile des Magnetwerkstoffs:

  • Magnetlegierung ohne Dysprosium
  • einfaches Herstellen und hohe Genauigkeit der Magnete da diese nicht gesintert werden
  • mehrpolige Ringe sind möglich, da der Werkstoff isotrop ist
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