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Magnetfeld der Erde

Nicht nur Körper, auch ganze Planeten können über ein Magnetfeld verfügen. Dafür müssen bestimmte Bedingungen gegeben sein. Auch die Erde besitzt ein Magnetfeld, das sie umgibt. Das Prinzip ist dabei ähnlich wie bei den "kleinen" Magnetfeldern von Elektromagneten oder um ferromagnetische Stoffe herum. Auch hier muss eine Bewegung von Ladungsträgern stattfinden. Als Energiequelle dient hierbei die im Erdkern gespeicherte Energie, die auch für die Bewegung des leitenden Materials sorgt. Dieses ist bei der Erde der flüssige, äußere Teil des Erdkerns, der stark eisenhaltig und somit leitfähig ist. 

Die starken Temperaturunterschiede in Erdkern sorgen für eine rotierende Bewegung im flüssigen Teil des Kernes, wobei eine Induktion stattfindet, die das Magnetfeld der Erde hervorruft. Der auch als Geodynamo bezeichnete Bewegungsvorgang muss dabei nicht sehr stark sein, um das Feld zu erzeugen.

Ein entscheidender Aspekt ist auch, dass der Erdkern sich schneller dreht als der Erdmantel. Es wird spekuliert, dass für diesen Vorgang auch die Einwirkung der Gezeitenkräfte von Mond und Sonne eine entscheidende Rolle spielt, wobei eine eindeutige wissenschaftliche Bestätigung hierfür noch aussteht.

Dass der geographische Nordpol im physikalischen Sinne ein magnetischer Südpol ist, ist mittlerweile weitgehend bekannt. Des Weiteren unterscheidet man zwischen geographischem, magnetischem und geomagnetischem Pol. Letzterer ist dabei ein theoretischer Polpunkt im angenommenen Erdmagnetfeld, das um 11° gegenüber der Erdachse geneigt ist. Die anderen Magnetpole beruhen auf konkreten Berechnungen. In beiden Fällen sind die Pole jedoch nicht ortsgebunden, im Gegensatz zu den geographischen Polen.

Manche Tiere können - anders als Menschen - das Magnetfeld der Erde wahrnehmen und orientieren sich an diesem. Am Bekanntesten sind hierbei die Zugvögel, die in jedem Jahr ihren Lebensraum für bestimmte Jahreszeiten wechseln. Typisch ist dabei vor allem für Zugvögel aus Europa die Reise in wärmere Gefilde im Winter.

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